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Was Technik kann

Kindersicherung in 15 Minuten

Bildschirmzeit (Apple) und Family Link (Google) sind gratis, im Betriebssystem eingebaut und schnell eingerichtet.

Aktualisiert am 01.11.2026

Kurz gesagt: Die beste Kindersicherung ist die eingebaute: Bildschirmzeit auf iPhone und iPad, Family Link auf Android. Beide sind gratis und regeln Zeiten, App-Freigaben, Altersfreigaben und Käufe. Sie sind eine Leitplanke, kein Schutzschild: Richte sie mit deinem Kind ein und erkläre sie, statt heimlich zu sperren.

Was du damit regelst

  • Zeiten und Limits: Wann das Gerät gesperrt ist und wie lange es am Tag genutzt werden darf.
  • App-Installationen: Jede neue App braucht deine Freigabe («Kaufanfrage» bei Apple, Genehmigung in Family Link).
  • Altersfreigaben: Apps, Filme und Games über der Altersstufe werden ausgeblendet. Der App Store hat neu die Stufen 4+, 9+, 13+, 16+ und 18+.
  • In-App-Käufe: Keine Kreditkarte im Kinderkonto, jede Zahlung braucht dein OK.
  • Schutz vor Nacktbildern: «Kommunikationssicherheit» auf dem iPhone, «Warnungen zu sensiblen Inhalten» in Google Messages auf Android. Bei Kindern sind beide schon eingeschaltet.
  • Suche und YouTube: SafeSearch für die Google-Suche. Bis 13 YouTube Kids oder YouTube mit Elternaufsicht, danach der «Eingeschränkte Modus».

So gehst du vor

Die genauen Schritte zu jedem Punkt findest du in der Checkliste unter «So geht's».

iPhone / iPad

  1. Auf deinem Gerät: «Einstellungen» > «Familie» > «Mitglied hinzufügen» > «Account für ein Kind erstellen». Trag das richtige Geburtsdatum ein, danach richten sich die Standardeinstellungen.
  2. Auf dem Gerät des Kindes mit diesem Account anmelden.
  3. Ab iOS 27: «Einstellungen» > «Familie» > Name des Kindes. Dort «Zeitplan für Bildschirmzeit», «Nutzungszeiten», «Apps & Websites» (Kaufanfrage, In-App-Käufe) und «Beschränkungen» (Altersfreigaben) einstellen.
  4. Mit älterem iOS: «Einstellungen» > «Bildschirmzeit» > Name des Kindes. Dort «Auszeit», «App-Limits» und «Beschränkungen» einstellen.
  5. «Kommunikationssicherheit» prüfen. Sie ist für Kinder unter 18 eingeschaltet.

Die neuen Menüs von iOS 27 erscheinen erst, wenn alle Geräte der Familie aktualisiert sind und du unter «Einstellungen» > «Familie» die Kindersicherung aktualisiert hast.

Android

  1. App «Family Link» auf deinem Handy installieren und dort «Kind hinzufügen».
  2. Auf dem Handy des Kindes ein Google-Konto für das Kind anlegen oder sein bestehendes Konto verknüpfen.
  3. In Family Link unter «Bildschirmzeit» ein «Tageslimit» und die «Ruhezeit» für die Nacht setzen.
  4. Unter «Einstellungen» > «Google Play» die Genehmigung für «Alle Inhalte» und die Altersfreigaben setzen.
  5. Unter «Einstellungen» > «Google Suche» und «YouTube» SafeSearch und das passende YouTube wählen.

Seit 2026 kann ein Kind die Elternaufsicht auch ab 13 nicht mehr allein beenden, es braucht deine Zustimmung. Trotzdem lohnt es sich, sie gemeinsam einzurichten, sonst sucht dein Kind andere Wege.

Ehrlich gesagt

Kindersicherung ist eine Leitplanke, kein Schutzschild. Sie funktioniert zuverlässig bei 6- bis 12-Jährigen. Ab der Oberstufe wird sie aktiv umgangen: Zweitgerät, Handy von Freunden, Werksreset. Je enger die Sperre, desto grösser der Anreiz. Deshalb: mit dem Kind einrichten und erklären, nicht heimlich.

Woher die Inhalte stammen: Der Ratgeber fasst zusammen, was Schweizer Studien und Fachstellen empfehlen: die Studien JAMES und MIKE der ZHAW, die Plattform Jugend und Medien des Bundes, Pro Juventute und die Polizeiliche Kriminalstatistik. Er ist für alle Schulen gleich und wird laufend nachgeführt. Hinweise an marco@valena.ch. Zuletzt geändert: 01.11.2026.