Mit anderen Eltern reden
«Bei Lena darf ich aber!» Wie du andere Eltern ansprichst, ohne zu belehren, und warum das der wirksamste Schritt überhaupt ist.
Aktualisiert am 01.11.2026
Kurz gesagt: «Alle anderen dürfen» stimmt meistens nicht, aber jede Familie glaubt es von den anderen. Sobald Eltern miteinander reden, fällt das Argument weg. Frag andere Eltern, wie sie es machen, statt ihnen zu sagen, was sie tun sollen.
Warum es sich lohnt
Das stärkste Argument der Kinder ist «alle anderen dürfen». Meistens stimmt es nicht, aber jede Familie glaubt es von den anderen. Sobald Eltern miteinander reden, fällt das Argument weg. Genau dafür gibt es den Elternpakt: Macht eure Schule mit, seht ihr, wie viele Familien dabei sind.
So sprichst du andere Eltern an
- Fragen statt sagen: «Wie macht ihr das mit dem Handy?» öffnet ein Gespräch. «Ihr solltet …» schliesst es.
- Von dir erzählen: «Wir haben uns entschieden, bis zur Oberstufe zu warten. Uns hilft es, wenn andere das auch so machen.»
- Gelegenheiten nutzen: Elternabend, Geburtstagsfest, beim Abholen. Ein Gespräch unter vier Augen ist leichter als im Gruppenchat.
- Den Pakt weitergeben: Ist eure Schule dabei, schick den Link zum Elternpakt in den Elternchat der Klasse. Eintragen dauert zwei Minuten.
Wenn Kinder zusammen spielen
- Vor dem ersten Besuch kurz absprechen: «Bei uns gibt es unter der Woche keine Games. Wie ist das bei euch?»
- Altersgrenzen von Games und Filmen ansprechen. Eltern wissen oft nicht, dass ein Spiel ab 16 ist.
- Unterschiede sind okay. Es geht nicht darum, dass alle alles gleich machen, sondern dass niemand allein dasteht.
Wenn es schwierig wird
Manche Eltern sehen es anders. Das darf so sein. Bleib freundlich, und erkläre deinem Kind: «In jeder Familie gelten eigene Regeln. Bei uns gilt das.»